Lesung

INGEBORG (Inhaltsangabe der Curt-Goetz-Gesellschaft e.V.)

Ingeborg und Ottokar führen eigentlich eine glückliche Ehe. Bis sie eines Tages Besuch von ihrem alten Schulfreund Peter bekommen. Ingeborg schwärmt insgeheim seit langem für Peter, ohne ihn bisher kennengelernt zu haben. Während der Schulzeit hatte Peter das Mädchen bei einem verbotenen Treffen mit Ottokar gesehen, sich aber geweigert, vor der Lehrerschaft ihren Namen preiszugeben, und war deshalb von der Schule geflogen. Da Ingeborg nicht aufhörte, den ritterlichen Unbekannten zu rühmen, hat sich schließlich ihr Mann als derselbe ausgegeben. Jetzt fliegt dieser Schwindel auf! Ingeborg verliebt sich in Peter, der ihre Gefühle erwidert, aber sie ist hin- und hergerissen, sie will ihren Mann nicht betrügen und erst recht nicht verlassen. Die Lage ist ernst, Ingeborg liebt eben alle beide. Hilft da vielleicht Tante Ottilies Ratschlag, eine Frau solle bei dem Mann bleiben, den sie liebt, und mit dem anderen ein Verhältnis beginnen? Oder bringt ein Spaziergang im Mondschein die Lösung?

Zur Biographie des Autors Auszug von www.felix-bloch-erben.de;

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi „auf den Leib“ schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.